Harry Potter durchgelesen…
July 23rd, 2007So, bin mit Harry Potter jetzt durch, aber ich verrate nicht, wie es ausgeht
Bin die ganze Woche zu Hause, und versuche mein Bein wieder in Ordnung zu bekommen.
So, bin mit Harry Potter jetzt durch, aber ich verrate nicht, wie es ausgeht
Bin die ganze Woche zu Hause, und versuche mein Bein wieder in Ordnung zu bekommen.
Heute hatte ich, auf dem Weg zum City Center einen Motorradunfall. Ich habe an einer Kreuzung, die von einem Verkehrspolizisten geregelt wurde, auf sein Zeichen gehalten, leider hatte jemand hinter mir nicht die Absicht zu warten, sondern ist einfach weitergefahren, genau in mein recht großes Gepäckgestell. Mein Motorrad ist umgefallen, und ich habe mir das rechte Bein am Auspuff verbrannt sowie einen blauen Fleck am Po. Der Unfall hat sich direkt vor einem Verkehrspolizisten und einem Krankenhaus abgespielt, so dass die Erstversorgung gesichert war. Naja, so wild ist die Verletzung wohl nicht (hoffe ich), tut nur gut weh.
Naja, nachdem ich aus dem Krankenhaus wieder raus war, habe ich dann erstmal schön bei KFC meinen Magen beruhigt, das neue Harry Potter Buch geschnappt und bin dann weiter ins Kino gefahren, um den neuen Harry Potter Film zu schauen. Bin was Harry Potter betrifft jetzt auf dem Laufenden. Abends hatten wir in unserer Wohnung noch ein AIESEC Dinner, was eigentlich nur ein Dinner sein sollte. Allerdings kamen die meisten Gäste erst so gegen 10, es gab recht wenig zu Essen (das war aber ausgezeichnet) und die Party wurde nicht wie geplant in die Disco Speed verlegt, sondern hat bis zum Ende (ca. halb 4) in unserer Wohnung gewütet. Unsere Putzfrau war nachher nur bedingt erfreut…
Dieses Wochenende war es endlich so weit. Unser lang erwarteter Ausflug nach Mumbai! Leider gab es mit dem Hinflug leichte Probleme, der Flug wurde um 5 Stunden (von 18:15 auf 23:00) verlegt. Zum Glück wurden wir vorher per SMS darüber informiert, so dass wir diese Zeit nicht auf dem Flughafen verbringen mussten. Schade war nur, dass wir eine Party in Mumbai verpasst haben. Abgeflogen sind wir dann gegen 23:40 und ca. 2 Stunden später wohlbehalten in Mumbai angekommen.
In Mumbai sind wir bei Theresa aus Chemnitz untergekommen. In dem Haus (15 Stockwerke) gibt es 3 AIESEC Apartments, mit jeweils 4 bis 6 Bewohnern. Erstaunlicherweise haben von diesen ganzen Leuten nur noch sehr wenige gearbeitet, entweder haben sie gekündigt oder sie waren schon fertig. Hier in Chennai ist die Terminierung der Praktikas nicht ganz so uniform, hier hat so ziemlich jeder einen anderen Abreisetermin.
Jedenfalls haben wir uns am nächsten Morgen nach der Hinreise (Freitag) die Innenstadt von Mumbai vorgenommen. Im Lonely Planet (Bibel für Indienreisende) haben wir eine kleine Lonely Planet Tour gefunden, der wir gefolgt sind. Ich war der Führer und habe die Sehenswürdigkeiten meinen Mitreisenden näher gebracht. Ohne den Lonely Planet hätte ich bei vielen Sachen allerdings nicht gewusst, dass es sich um Sehenwürdigkeiten handelt…
Abends war geplant in ein Irish Pub zu gehen (das Nachtleben in Mumbai soll extrem gut sein), allerdings hat es so stark geregnet, dass wir uns nur in einem der AIESEC Apartments getroffen haben, und da etwas gefeiert haben.
Am nächsten Tag sind wir dann wieder in die Innenstadt gegangen, dieses Mal ohne Plan und einfach der Nase nach gelaufen. Wir sind auf eine sehr schöne Moschee gestoßen, die auf einer Halbinsel gebaut wurde. Auf dem Weg zur Moschee waren Unmengen  von verstümmelten Bettlern. In so einer Konzentration habe ich das noch nie erlebt.
Nach der Moschee waren wir etwas zu faul um noch weiter zu laufen, und so haben wir uns in die Öffentlichen Busse gesetzt, und Mumbai diverse Stunden aus dem Bus heraus betrachtet. Vor allem als es angefangen hat wieder wie aus Eimern zu regnen war es im Bus doch sehr angenehm. Abends war dieses Mal geplant, in einen Club zu feiern. Allerdings (welche Wunder) haben wir aufgrund der sinnflutartigen Regenfälle die AIESEC Apartments wieder nicht verlassen und wieder mit den AIESECern Party gemacht. (dieses Mal etwas länger und ausdauernder)
Am nächsten Tag (unserem Abreisetag sind wir nochmal in einen Vorort von Mumbai gefahren, und haben uns dort etwas umgeguckt. Mumbai hat übrigens, im Gegensatz zu Chennai in der Innenstadt ein striktes Rikscha-Verbot. Wir sind also die meiste Zeit mit überfüllten Zügen gefahren, auch eine Erfahrung der ganz besonderen Art…
Jedenfalls sind wir noch etwas durchs verregnete Mumbai geschlendert, und sind dann abends wieder (diese Mal ohne Verspätung) wieder nach Chennai geflogen. Unser Timing des Mumbaitrips war sehr ungünstig, weil wir direkt die Monsun-Zeit erwischt haben, bei den nächsten Ausflügen werde ich da mehr drauf achten…
Dieses Wochenende haben wir den Sonntag mal wieder in Ideal Beach verbracht. Am Samstag hatten wir die Abschiedsparty von Katharina, die von Ihrer Firma nach Finnland versetzt wurde. Ich bin allerdings schon etwas früher gegangen, weil ich am nächsten Morgen mit dem Motorrad nach Mahabs fahren wollte. Meine erste größere Fahrt (ca. 50km, Dauer ca. 2 Stunden) allein auf der Bullet. Wir sind, um dem größten Verkehr auszuweichen, schon morgens um 8 aufgebrochen. Wir waren Eric und Kirsi auf dem einen und ich auf dem anderen Motorrad. Die Hinfahrt verlief sehr problemlos, und wir sind gut durchgekommen. Macht echt Spaß, die Bullet mal schneller als 20 oder 30 im Stadtverkehr zu fahren…
Ideal Beach war nett wie immer, wir haben dort Stefan, Benjamin und Joram getroffen, die mit dem Bus gekommen sind, sowie die Shenoy Nagar Mädels, Viefka, Ieva und Kunes, die schon am Vortag angereist sind, und einen Frauenabend gemacht haben (ich weiß immer noch nicht genau, was die dort gemacht haben. Uns haben nur seltsame SMS erreicht).
Der Rückweg von Ideal Beach ist leider nicht ganz so glatt gelaufen, wie der Hinweg. Eric hatte öfters einige Autos Abstand zwischen uns gebracht, weil ich eher defensiv fahre, und deshalb wohl nicht ganz so schnell. Jedenfalls habe ich Ihn aus den Augen verloren, und vor mir staute sich der Verkehr. Es hat einen Lastwagenunfall gegeben, und die Fahrbahn wurde auf eine Spur verengt. Eric hatte wohl zu viel Speed drauf, und ist einem Auto hinten drauf gefahren. Glücklicherweise hat sich niemand verletzt, nur Erics Motorrad hat ein bischen gelitten. Nach eine Pause zur Beruhigung der Nerven haben wir den Weg fortgesetzt. Allerdings mussten wir sehr oft Pausen einlegen, weil Erics Motorrad Probleme gemacht hat. Abgesehen von dem Unfall und den vielen Pause sind wir aber gut angekommen J
Dieses Wochenende war ich auf meiner ersten indischen AIESEC-Konferenz. Es handelte sich hierbei um eine lokale Konferenz, was bedeutet, dass hauptsächlich Leute aus dem LC Chennai teilgenommen haben. Ich habe mich entschieden die volle Konferenz mitzunehmen, und von Donnerstag bis Sonntag „gebucht“.
Die Konferenz fand etwas außerhalb von Chennai statt, an der ECR (East Coast Road, einer Schnellstraße, die an der Küste langführt), in einem Beachhouse mit Swimming Pool direkter Strandnähe. Leider waren Schlafplätze Mangelware, es gab für ca. 40 Leute 5 Schlafzimmer, die jeweils mit einem Doppelbett ausgestattet waren. Aber es gab genug Matratzen, so dass man auch entweder draußen oder irgendwo auf dem Boden schlafen konnte. Geschlafen wurde sowieso nicht so viel, die Konferenz ging meistens bis tief in den Abend (am letzten Tag sogar bis 03:30) und danach wurde noch gefeiert.
Am meisten hat mich die Feierkultur der indischen AIESECer beeindruckt. Gerade am letzten Abend haben sie, nach Konferenzende (also um halb 4) angefangen Bier, Whisky und Rum in größeren Mengen zu exen. Das hat dazu geführt, dass die Party schnell zügellos wurde (hier lasse ich der Fantasie des Lesers alle Freiheiten), und nach 30 Minuten haben die ersten angefangen zu kotzen. Ich habe an dem Abend so ca. 10 Leute kotzen sehen. Wir Praktikanten konnten da nur staunend zusehen (Tempo ist nicht so unsere Stärke beim Trinken. Beim Boatrace, einem AIESEC Trinkspiel, haben die Praktikanten ausnahmslos total abgeloost)…
Fazit: Interessantes Wochenende, aber einmal diese Erfahrung gemacht zu haben reicht vollkommen…
Seit Freitag bin ich auch in die neue Wohung in T-Nagar eingezogen. Allerdings sind dort einige Sachen noch verbesserungsfaehig. Gut an der Wohnung ist, dass sie direkt im Centrum von Chennai liegt, und so ziemlich alles nah dran ist. Schlecht ist, dass es zur Zeit nur ca. 2 Stunden am Tag Wasser gibt. Das bedeutet, dass man sich mit dem Duschen beeilen muss (macht sowieso keinen grossen Spass, weil das Wasser etwas stinkt), und Waesche waschen sollte man vorerst auch lassen. Wir speichern in der Zeit in der das Wasser laeuft immer so viel Wasser wie moeglich, um die Toilette (deren Toilettenspuelung uebrigens auch kaputt ist) spuelen zu koennen.
Ich hoffe allerdings, dass das Problem bald geloest ist. Ausloeser dieses Problems ist eine defekte Pumpe, die hoffentlich bald repariert ist. Allerdings koennen solche Sachen hier in Indien meiner Erfahrung nach laenger dauern…
Die neue Wohnung hat uebrigens auch den Luxus eines Fernsehers. Allerdings ist dieser auch kaputt
Dieses Wochenende habe ich wieder in Pondicherry verbracht, dieses Mal um Motorrad zu fahren. Freitag abend ging es los, und nach guten 3 Stunden Fahrt waren wir dann in Pondicherry. Dieses Mal haben wir einen Luxusbus erwischt, der zwar auch nur INR 55 gekostet hat, aber dafuer hatte man seinen eigenen Sitz (ist in indischen Bussen Luxus) und keinen Nachbarn, der einem fast auf dem Schoss sitzt. Die normale indischen Busse haben auch Sitzplaetze, allerdings sind sie eher fuer sehr duenne Inder und nicht fuer leicht uebergewichtige Europaere ausgelegt…
Ruben, ein hollaendischer Praktikant, von dem ich das Motorrad gekauft habe hat es nach Pondicherry gefahren. Er hat dort Bekannte, die ein Resort dort haben. Resort heisst in diese, Fall mehrere Huetten, eine Dusche und eine Toilette. Dort haben wir das Wochenende verbracht und das Meer genossen. Die Huetten liegen direkt am Meer und man schlaeft quasi draussen (die Huetten sind eigentlich nur ein Dach, das vor Regen schuetzt).
Nachdme wir Freitag sehr spaet angekommen sind, habe ich den Samstag zum fahren des Motorrads und zum Baden genutzt. Diverse Leute haben kleinere Verletztungen davongetragen, (hauptsaechlich Brandverletztungen an Auspueffen), ich habe mir nur eine kleine Blase am linken Daumen gefahren, weil ich wohl etwas zu verkrampft gefahren bin.
Am Sonntag bin ich dann mit Francis, meinem neuen franzoesischen Mitbewohner, auf meinem Motorrad zurueckgefahren. Da ich mir die lange Fahrt noch nicht zugemutet habe, ist Francis gefahren, der ein recht erfahrener Motorradfahrer ist. Die Fahrt verlief auch recht gut, allerdings also wir in Chennai angekommen sind, hat das Motorrad angefangen Probleme zu machen. Entweder war es einfach nur zu heiss gelaufen, oder es ist etwas anderes. Werde es wohl nochmal in die Werkstatt bringen muessen. Jedenfalls hat Francis in Chennai eine rote Ampel ueberfahren (eigentlich eine ganz normale Sache hier in Indien). Dummerweise wurden wir von Polizisten angehalten, und nicht nur einer, den man haette bestechen koennen, sondern gleich von mehreren. Besonders problematisch war, dass Francis keinen Fuehrerschein hat. Naja, nach einiger Diskussion, der Drohung das Motorrad einzukassieren etc. haben wir INR 1000 gezahlt. Fuer indische Verhaeltnisse eine gigantische Summe, ist ca. 20€. Wir sind also quasi nochmal mit einem blauen Auge davongekommen…
Geplant war eigentlich, an meinem Geburtstag um 9 Uhr nach Pondicherry aufzubrechen. Kunes, meiner Mitbewohnerin aus Malaysia, ging es allerdings nicht gut. Sie hatte die ganze Nacht gebrochen und hatte Durchfall. Am Morgen war sie sehr schwach, so dass wir entschlossen, sie zu einem Arzt zu bringen. Nach Ruecksprache mit den Wachen und den Fahrern in unserem Haus haben wir sie in das naechste Krankenhaus gebracht. Hier kam sie gleich an den Tropf und nach einer Stunde ging es Ihr schon viel besser. Das Krankenhaus wollte sie allerdings zur Sicherheit dort behalten, um herauszufinden, was die Ursache fuer Ihre Dehydration war.
Wir sind dann, nachdem es Kunes besser ging, um 12 nach Pondicherry gefahren, und nach gegen 16:00 angekommen. Die Suche nach einem Hotel war erstmal schwierig, aber beim vierten Hotel waren wir dann erfolgreich und haben einen Platz zum Uebernachten gefunden. Anschliessend haben wir noch Pondicherry erkundet, waren franzoesisch essen (schlecht und teuer) und haben den Abend noch genossen.
Der Sonntag Vormittag war ziemlich verplant, wir sind alle um 9 Uhr aufgestanden, und das Hotel haben wir erst um 12:30 verlassen. Erstmal war nachdem die Haelfte der Leute geduscht waren, die Wasserversorgung weg. Dann haben wir fast eine Stunde auf unser Fruehstueck gewartet, und danach nochmal ewig auf das Taxi.
Wir haben uns entschieden ein Taxi zu nehmen, dass uns den ganzen Tag herumfaehrt, und anschliessend nach Chennai zurueckbringt. War zwar etwas teurer (10Euro pro Nase), aber der Vishesh wollte etwas komfortabler Reisen.
Wir waren jedenfalls in Auroville, am Strand und in so einem Haus von den geisten Vaetern von Auroville. War ganz nett, allerdings haette ich gedacht, wir sehen etwas mehr Sehenswuerdigkeiten.
Ich habe mir ein Motorrad gekauft
Da es hier keine Fahrstunden fuer maennlcihe Wegen gibt (hier lernt man Motorrad fahren auf der Strasse) habe ich mich entschlossen mir ein Motorrad zuzulegen, und damit fuer die Pruefung zu ueben. Meine Learner’s Permit habe ich mitlerweile auch schon, ende Juni kann ich meine Pruefung machen.
Ruben, ein hollaendischer Praktikant verkauft sein Motorrad, und da habe ich einfach zugeschlagen. Naechstes Wochenende werde ich wieder nach Pondicherry fahren, und dort auf ruhigen Strassen Motorrad fahren lernen. Wenn es gut klappt, werde ich mit dem Motorrad von Pondicherry nach Chennai zurueck fahren.
Neben dem Kauf des Motorrads wollte ich auch noch in meinen Geburtstag hineinfeiern. An dem Tag hat gerade ein neuer Club geoeffnet, das Escape. Also die Location ist eigentlich fuer Indische Verhaeltnisse sehr nett, grosse Tanzflaeche, bequeme Ledersofas etc. Erstaunlich war nur, also Robert (ein chinesischer AIESECer) und ich die Tanzflaeche betreten wollten, auf der nur 3 japanische Maedels tanzten, wurden wir von den Security Leuten vom tanzen abgehalten. Maenner duerfen nur in weiblicher Begleitung auf die Tanzflaeche. Das war schon ein kleiner Kulturschock, weil wir anfangs gar nicht verstanden haben (die Englischkenntnisse der Securityleute sind doch eher schlecht) was das Problem ist. Naja, war trotzdem ein netter Abend, wir hatten Glueck, dass wir noch bis Mitternacht im Laden bleiben konnten (indische Diskos und Kneipen schliessen meisten sehr frueh) und in meinen Geburtstag reinfeiern konnten.